FWG begrüßt konkrete Fortschritte beim Ahrkorridor in Sinzig
Planung zur Ahrverbreiterung im Haupt- und Umweltausschuss vorgestellt
In der gestrigen Sitzung des Haupt- und Umweltausschusses der Stadt Sinzig wurde die Planung für die Ahrverbreiterung „Ahrkorridor“ für den Abschnitt von der Brücke Kölner Straße bis zur B9‑Brücke vorgestellt. Diese Maßnahme ist Teil der Gewässerwiederherstellung nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 und ein zentraler Baustein, um bei einem erneuten Starkregenereignis der Kategorie HQ 100 die Wassermassen sicher durch das Stadtgebiet zu leiten. Ziel ist der Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie der wiederaufgebauten Infrastruktur in Sinzig.
Zuständigkeit liegt beim Landkreis Ahrweiler
Für die Gewässerwiederherstellung der Ahr als Gewässer zweiter Ordnung ist der Kreis Ahrweiler zuständig. Die Sinziger Ratsfraktionen hatten bereits im Jahr 2024 gemeinsam die Kreisverwaltung aufgefordert, die Planungen zur Gewässerwiederherstellung in der Gemarkung Sinzig vorzustellen. Eine erste umfassende Präsentation dieser Planungen erfolgte schließlich im März 2025.
FWG Sinzig setzt sich seit Jahren für zügige Umsetzung ein
Die FWG‑Stadtratsfraktion hat sich in den vergangenen Jahren im Rahmen der Konzepterstellung und Planung intensiv dafür eingesetzt, dass die Maßnahmen zur Gewässerwiederherstellung nicht weiter verzögert werden. Als Unterliegerkommune der Ahr ist es für die Stadt Sinzig von besonderer Bedeutung, Wassermengen von bis zu 580 Kubikmetern pro Sekunde möglichst schadlos durch das Stadtgebiet führen zu können.
Zeitliche Ablaufplanung für Ahrverbreiterung im Fokus
Im Mittelpunkt des gestrigen Termins stand insbesondere die zeitliche Ablaufplanung für die Umsetzung der geplanten Verbreiterung der Ahr von bislang rund 20 auf künftig bis zu 60 Meter im betreffenden Abschnitt. Diese Maßnahme ist aus hydraulischer Sicht ein wesentlicher Faktor, um die Abflusskapazität der Ahr deutlich zu erhöhen und das Hochwasserrisiko für Sinzig nachhaltig zu reduzieren.
🔍 Kurz erklärt: Was ist der Ahrkorridor?
Der Ahrkorridor bezeichnet den Raum, den der Fluss Ahr künftig zur Verfügung haben soll, um Hochwasser besser und sicherer ableiten zu können. Im Rahmen der Gewässerwiederherstellung nach der Flutkatastrophe 2021 wird die Ahr in Sinzig abschnittsweise verbreitert – im Bereich zwischen der Kölner Straße Brücke und der B9 Brücke von derzeit rund 20 auf bis zu 60 Meter.
Ziel ist es, bei starken Regen- und Hochwasserereignissen – insbesondere bei einem sogenannten HQ 100 Ereignis – große Wassermengen kontrolliert durch das Stadtgebiet zu führen und so Schäden an Wohngebieten, Infrastruktur und Versorgungsanlagen zu vermeiden. Für die Planung und Umsetzung der Gewässerwiederherstellung ist der Landkreis Ahrweiler zuständig; die Stadt Sinzig und ihre politischen Gremien sind eng in den Prozess eingebunden.
Wichtiger Beitrag zur Hochwasservorsorge
Die FWG begrüßt ausdrücklich, dass nun konkrete Schritte zur Umsetzung und ein zeitlicher Rahmen thematisiert werden.
„Die Ahrverbreiterung ist kein optionales Wiederaufbauprojekt, sondern eine zwingende Konsequenz aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe 2021. Als Unterliegerkommune trägt Sinzig eine besondere Verantwortung für den sicheren Abfluss der Wassermassen. Aus Sicht der FWG ist die nunmehr auch eine zeitnahe Umsetzung für den vorgesehenen Neubau der Brücke Kölner Straße durch den LBM wichtig. Die FWG hat diesen Prozess von Anfang an eingefordert und wird ihn weiterhin konstruktiv und kritisch begleiten – im Interesse der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“ sagt Fraktionssprecher Reiner Friedsam.
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