FWG nimmt die Sorgen und Anliegen der betroffenen Anwohner ernst
Stellungnahme in der Rhein-Zeitung zum Bebauungsplan-Verfahren Feuerwehrhaus Jahnwiese
Nachdem Anwohner der an die Jahnwiese angrenzenden Kolpingstraße die Stadtratsfraktionen schriftlich aufgefordert hatten, die Entscheidung zum Bau der neuen Feuerwache auf der Jahnwiese zu überdenken, hat die Rhein-Zeitung bei den politischen Vertretern und der Stadt selbst nachgehört. Die Antworten lassen erkennen: Der Standort ist beschlossene Sache, doch es bleibt spannend.
Die FWG-Fraktion hat bereits in der Sitzung des Bauausschusses am 2. März 2026 deutlich gemacht, dass die vorgelegte Planung für den Bebauungsplan zur neuen Feuerwache auf der Jahnwiese in wesentlichen Punkten noch nicht für ausreichend ausgearbeitet sei. Insbesondere das Fehlen wichtiger Fachgutachten sowie Defizite in der Vorplanung wurden von der FWG kritisch gesehen. Um das Verfahren für den dringend benötigten Neubau der Feuerwehr nicht „unnötig“ zu verzögern, hat die Fraktion dem Beschlussvorschlag der Verwaltung letztlich zähneknirschend zugestimmt.
Die von Herrn Brötz vorgetragenen Hinweise und Bedenken greifen viele Aspekte auf, die aus unserer Sicht Bestandteil der noch ausstehenden Fachgutachten sein müssen. Hierzu gehören unter anderem Fragen des Natur- und Artenschutzes, der Verkehrserschließung und Verkehrssicherheit, möglicher Lärm- und Lichtimmissionen, der Entwässerung sowie der Auswirkungen auf das Stadtklima und die angrenzende Wohnbebauung. Die Stellungnahme von Herrn Brötz zeigt, dass es berechtigte Fragen gibt, die im weiteren Verfahren sorgfältig untersucht und bewertet werden müssen.
Aus Sicht der FWG ist es deshalb wichtig, dass die Verwaltung die zugesicherte Überarbeitung des Bebauungsplanentwurfs nun zügig abschließt und die erforderlichen Fachgutachten erstellen lässt und den politischen Gremien vorlegt. Erst auf Grundlage dieser Untersuchungen und der Stellungnahmen der zuständigen Fachbehörden kann eine sachgerechte Bewertung der vorgebrachten Belange erfolgen.
Wir nehmen die Sorgen und Anliegen der betroffenen Anwohner ausdrücklich ernst. Gleichzeitig halten wir es für wichtig, die Ergebnisse der fachlichen Prüfungen abzuwarten und diese anschließend objektiv in die Abwägung einzustellen. Die FWG wird das Verfahren weiterhin konstruktiv, aber auch kritisch begleiten und darauf achten, dass alle relevanten Belange transparent geprüft und berücksichtigt werden, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden.
Unser Ziel ist eine Lösung, die sowohl den Anforderungen an eine leistungsfähige Feuerwehr als auch den berechtigten Interessen der Anwohner sowie den Belangen von Umwelt, Natur und Stadtentwicklung gerecht wird.
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