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Meldung

Freie Wähler Sinzig setzen Zeichen gegen Bahnlärm

Teilnahme an der 74. Dienstagsdemo in Neuwied

Bahnlärm macht krank und deshalb müssen alte und laute Güterzüge aus dem Rheintal und dem Moseltal verschwinden. Seit Jahren versucht die Deutsche Bahn glaubhaft zu machen, dass bis 2020 der Lärm halbiert wird. Damit dies auch tatsächlich geschieht, führen seit 6 Jahren Bürgerinitiativen an jedem 2. Monat die „Dienstags-Demo“ am Bahnhof in Neuwied durch. Im Mai 2018 ist Sinzig auf Antrag der Freien Wähler Bürgerliste Sinzig dieser Initiative gegen Bahnlärm beigetreten.
Unter dem Eindruck des verheerendes Waggonbrandes in der vergangenen Woche in Unkel machte sich vergangenen Dienstag eine Gruppe der Freien Wähler auf den Weg nach Neuwied zur Teilnahme an der 74. Dienstagsdemo gegen Bahnlärm.

In seiner Rede formulierte der Kreisbeigeordnete Friedhelm Münch sehr deutlich die Forderung, das an den stark genutzten Bahnstrecken im Mittelrheintal alles getan werden müsse für mehr Sicherheit und Bahnlärm. „Wir leben an einer der gefährlichsten Bahnstrecken in ganz Deutschland“, brachte er es auf den Punkt. Mit seinem Vorschlag, Verkehrsstaatsekretär Enak Ferlemann zu einer Übernachtung an dieser Strecke einzuladen, erhielt er viel Applaus von den rund 100 Teilnehmern.
Ferlemanns negative Aussage zur Wirtschaftlichkeit einer Alternativstrecke hatte wenige Tage vor dem Brand in Unkel für einen Aufschrei im Tal gesorgt. Beides zusammen mache das Thema aktueller denn je, betonte Neuwieds Kreisbeigeordneter Michael Mahlert. Er sei überrascht gewesen, wie betroffen die Menschen nach dem Brand in Unkel waren, und forderte Antworten: „Warum wird ein brennender Zug mitten in einem Wohngebiet angehalten? Wie kann es sein, dass der Lokführer nicht wusste, was in seinem Zug passiert und erst ein entgegenkommender Zugführer das Feuer meldet?“ Wieder Applaus der Demonstranten, die er dazu aufrief, neben dem Einsatz für Geschwindigkeitsbegrenzungen und effektiven Lärmschutz in Zukunft auch für die Unfallprävention entlang der Strecke zu kämpfen. Friedhelm Münch wünschte sich eine noch stärkere Beteiligung an der monatlichen Demo in Neuwied und riet, weitere Vereine anzusprechen und für eine Teilnahme zu werben

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